Chromecast – Spielerei oder mehr?

Wenn der Vater mit dem Sohne einkaufen geht, dann kommt in unserer Familie in der Regel neue Technik zum Einsatz. So konnte ich mir gestern die Ausgabe von 35 € nicht verkneifen und bin seitdem stolzer Besitzer eines Chromcast genannten HDMI-Sticks von Google. Bisher habe ich als Fan von iOS – und Gelegenheitsnutzer von Android – die Inhalte von iPhone und iPad mit dem Apple TV auf meinem Fernseher zur Anzeige und zu Gehör gebracht.

Ja und jetzt muss ich zunächst einmal testen was bei Chromecast anders, gleich oder gar besser als bei Apple TV ist. Oder sollte es sich wirklich nur um eine Spielerei handeln? Ich setze einmal die „Apple-Brille“ auf und schildere der Reihe nach.

Installation

Das Auspacken geht schnell und ohne Überraschungen. Das Anbringen am TV, der etwas älter ist und nur einen HDMI-Anschluss hat, weist auf weitere Geldausgaben hin. Ich nutze einen Media-Receiver, Apple TV und jetzt Chromecast, d.h. ich benötige einen Adapter mit drei HDMI-Eingängen und einem Ausgang. Dann kann ich mir das Umstöpseln ersparen und auf Knopdruck oder per Fernbedienung den Eingang wechseln. Da der TV auch keinen USB-Anschluss für die Stromversorgung des Chromecast hat, freue ich mich über das mitgelieferte Netzteil.

Dann kann es – fast – schon losgehen. Nur die App Chromecast installieren, dann den dort auf iPad bzw. TV gezeigten Anweisungen folgen, geduldig auf das Update der Software auf dem kleinen Ding warten, beim WLAN mit der komplizierten Kennung anmelden, beim Google-Account anmelden und das Ding ist endlich „Startklar“.

 

Anwendungen

Schnell wird mir klar, dass dieses „Startklar“ noch nicht viel heißt, denn jetzt gilt es „Apps entdecken“. Ein Tipp auf den blauen Knopf weist auf Anwendungen hin, die „Jetzt auf Sendung“ sind: Whatchever, maxdome, YouTube, Google Play Movies, Google Play Music, Read Bull TV, VEVO, Plex, RealPlayer Cloud, Rdio und MLB.TV Premium. Oooh, wie mich das an meine ersten Versuche mit dem Apple TV erinnert ;=(.

Für das schnelle Erfolgserlebnis wähle ich YouTube. Die App YouTube aufrufen, sich dort einloggen und oben rechts neben der Lupe das jetzt neue Symbol für Chromecast suchen und eine Verbindung zum Chromecast herstellen. Die YouTube-Videos werden dann auf dem TV angezeigt, wenn man sie startet. Klappt toll. Nachdem ein Video läuft, kann man mit iPhone oder iPad wieder andere Dinge erledigen.

Ich nutze bisher die vielen anderen für Chromecast angebotenen Apps nicht, möchte aber meine seit Jahren bei PicasaWeb bzw. jetzt Google+ hinterlegten Bilder auf dem TV zeigen. Google scheint bisher noch nicht an Menschen wie mich gedacht zu haben. Weder mit der App Google+ noch mit der App Drive kann ich meine Cloud-Daten spiegeln ;=(.

Dieses Problem lässt mich im Web nach Lösungen suchen. Für iOS werden dort immer wieder die Apps Photo Cast und CastONTV genannt. Mit Photo Cast kann ich die auf iPhone/iPad gespeicherten Fotos auf dem TV anzeigen, aber nicht die aus der Google-Cloud. Mit CastONTV geht das mit den Audios, Videos und Bildern auf den mobilen Geräten. Auch hier ist die Cloud nicht zu erreichen.

Also suche ich weiter nach Lösungen und entdecke den Google-Browser Chrome. Für den PC – und wohl auch den Mac – gibt es eine Erweiterung, mit der im Browser-Tab geöffnete Websites über Chromecast auf dem TV gespiegelt werden können. Auch eine App für Videos, die auf dem PC liegen, gibt es. Für Bilder werde ich wohl noch fündig?! Für den Chrome-Browser auf iOS gibt es das alles leider – noch? – nicht.

Erstes Fazit

Es gibt also Licht und Schatten und leider nicht die perfekte Lösung. Ich werde wohl weiterhin mit Chromecast UND Apple TV experimentieren und intensiv beobachten, was der Markt noch bringt.

 

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3 Gedanken zu „Chromecast – Spielerei oder mehr?

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