Alt sein ohne Bankschalter?

Ein Beitrag im Weblog sechs+sechzig animiert mich zu einem Kommentar und jetzt zu diesem Beitrag. Er löst nämlich Fragen aus: Ist das ernst gemeint, oder will man nur Leser fangen? Was will eine 85jährige mit mehr als 800 € Bargeld in der Tasche? Warum zahlt die Tochter die Rechnungen? Warum wird dort kein Onlinebanking genutzt?

Ich befürchte, hier wird eine alte Frau so beschrieben, wie sie in den Köpfen vieler Jüngerer gesehen wird. Dabei wird auch versucht, mit dem Argument Sicherheit, alte Strukturen aufrecht zu erhalten – hier konkret der Bankschalter als Geldauszahlstelle. Allein dafür gibt es seit Jahren andere Lösungen der persönlichen Betreuung, z.B. die persönliche Bedienung am In-House-Schalter der Postbank im Supermarkt. Allerdings geht das nicht ohne etwas Technik, d.h. eine EC-Karte ist schon erforderlich.

Dabei wünsche ich mir für SeniorInnen, die noch selbstständig denken können, dass ihnen das selbständige Handeln auch bei einer eingeschränkten Beweglichkeit nicht abgenommen wird. Warum hilft die Tochter nicht bei der Beschaffung eines Tablet-Computers, z.B. eines iPads? Mit so einem Gerät lassen sich bis auf das Bargeldholen nahezu alle Bankgeschäfte online erledigen! Mit so einem Gerät lassen sich sehr viele Einkäufe online erledigen!

Muss ich Eulen nach Athen tragen? Mit sie einem Gerät kann auch, um beim Beispiel zu bleiben, eine 85jährige ihre sozialen Kontakte pflegen, d.h. nicht nur die Tochter könnte online regelmäßig nach dem Rechten sehen!

Aber das trifft sicher alles nicht auf die Leser dieses Beitrags zu, hofft HoSi.

 

 

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5 Gedanken zu „Alt sein ohne Bankschalter?

  1. aloisbrinkmann

    Ich wage mal ein Zukunftsprognose, in einigen Jahren wird es gar kein Bargeld mehr geben. Die neuen Smartphones haben eine NFC Erkennung eingebaut, damit lässt sich direkt vom Bankkonto abbuchen und somit wird Bargeld irgendwann überflüssig.
    Der Computer hält immer mehr Einzug im Leben, daher sollte man sich damit beschäftigen sonst steht man irgendwann daneben !

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    1. Horst Sievert Autor

      Ja, Alois, das sehe ich auch so. Habe gerade im Blog sechs+sechzig die Antwort der Autorin gelesen: Sie traut ihrer Mutter das iPad nicht zu, vermutlich kennt sie es auch nicht. Sie lässt ihre Mutter mit mehr als 800 € durch die Gegend laufen, hat aber Sicherheitsbedenken vor dem Onlinebanking. Mir fällt da nix mehr ein!

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  2. Johannes

    Auch ich bin über 80 Jahre alt und kann das Online-Banking nur empfehlen.
    Allerdings rate ich, eine Online-Banking-Software zu verwenden.
    Sie bietet noch mehr Sicherheit und einen guten Überblick über die Bankgeschäft.

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    1. Horst Sievert Autor

      Was die Sicherheit anbelangt, magst du recht haben, Johannes. Ich wundere mich sonst allerdings immer über Menschen, die dieses Sicherheits-Problem beim Onlinebanking hervorheben und dann ins Auto steigen und mit 200 km/h über die Autobahn brettern.

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  3. Pingback: Rückblick – “tests” im September | tests

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