tiptoi und TING – Opa testet Lesestifte

Emilia testet den TING

Jetzt bin ich dank meiner jüngsten Enkel – Emilia (4 1/2) und Len (4 1/4) – zum Spielzeugtester geworden. Meine Mitorganisatorin von Senioren-Lernen-Online hat in einer anderen Aktivität die Hör- bzw. Lesestifte tiptoi und TING einzusetzen und sucht vor dem Einsatz ein paar Erfahrungsberichte. Also losgelegt: Was für 4- bis 6-jährige taugen soll, muss Opa doch auch hinbekommen!

Stifte

Der tiptoi kommt von Ravensburger und nennt sich „Das audiodigitale Lernsystem“. Es enthält einen Lesestift mit Sprachausgabe. Man kann den Stift für unterschiedliche Bücher nutzen. Im Starterset finde ich das „Bilderlexikon Tiere“.

Der TING kommt von www.ting.eu und enthält ebenfalls einen Lesestift, hier Hörstift genannt. Er wird zunächst für das mitgelieferte Buch „Komm mit, wir entdecken den Wald“ aktiviert.

Einrichtung

Der tiptoi lässt sich sehr leicht aktualisieren (=Blatt mit Symbol, über dass der Stift gehalten werden muss). Die Inhalte der denkbaren Bücher sind offenbar auf dem Stift und müssen nicht aktualisiert werden. Für das Starterset sind weder Computer noch Internet erforderlich. Für weitere Bücher kommt man allerdings um diese Technik nicht herum!

Der TING tut sich da schon schwerer. Aktualisierungen sind nur über Computer mit Internetzugang möglich. Die Software befindet sich auf dem Stift und startet automatisch bzw. muss händisch aufgerufen werden. Das klappt bei den neuesten Versionen von OS X nicht, denn dort muss eine Start-Datei im Internet gesucht und auf den Desktop geladen werden.

Handhabung

Der TING ist sehr handlich und hat einen Akku, der über den USB-Anschluß des Computers geladen werden muss. Er wiegt 32 g, ist 155 mm lang und 18 bis 22 mm dick. So Fühlt er sich wie ein sehr dicker Kugelschreiber an, taugt aber auch für Kinderhände.

Der tiptoi ist dageben relativ klobig, denn er hat vier Batterien im Stift. Er wiegt 80 g, ist auch 155 mm lang und an der stärksten Stelle 35 mm dick. Die Form reizt wenig zur Nutzung und ist für Kinderhände sehr groß.

Pädagogisches Konzept

Beide Stifte ergänzen das klassische Bilderbuch für Kinder von etwa 3 bis 6 Jahren. Dabei können die Eltern/Erzieher grundsätzliche Texte vorlesen und die Kinder erkunden mithilfe des Stifts die bildlichen Ergänzungen zu den Texten.

Im Buch „Komm mit, wir entdecken den Wald“ für den TING sind (1) in jedem großen Bild 10 Geräusche versteckt, kann man sich (2) etwas von 2 Kindern erzählen lassen, werden (3) mehrere Begriffe für Bilder vorgelesen, kann man sich (4) über ein Fragezeichen Begriffe vorlesen lassen und bekommt (5) über einen Punkt mehrere Zusatzinfos vorgesprochen.

Beim „Bilderlexikon für Tiere“ für den tiptoi können verschiedene sogenannte Erlebnisebenen ausgewählt werden: So kann man (1) über ein Auge etwas entdecken, d.h. Audios mit Tierstimmen hören, (2) über eine Lampe neues Wisssen erhören, (3) sich etwas erzählen lassen oder z.B. Tierlieder hören und (4) über einen Würfel spielerich das Gelernte vertiefen.

Spielspaß

Die Beobachtung bei Emilia zeigt, dass der Reiz des Konzeptes schnell vorbei ist. Die Handhabung vom TING klappt toll, das Prinzip ist auch schnell zu durchschauen, aber eigene – hier leider nicht gefragte – Kreativität lenkt ab. Es ist aber doch auch toll, wenn bei den vielen Vögeln das Lied „Alle Vögel sind schon da“ angestimmt wird ;=). Der tiptoi hat keinen großen Reiz mehr, denn er ist bereits von einem Spielfreund bekannt.

Bei Len ist der tiptoi auch bereits bekannt – „tiptoi, das ist doch Baby… – und so ist der Spaß relativ schnell vorbei, besonders wohl weil ihn Tiere weniger interessieren. Da hat die ihm bekannte Technik auf dem Bauernhof nach Aussage seiner Mutter schon einen größeren Reiz. Sie berichtet dann auch, dass die von tiptoi gegebenen zusätzlichen Funktionen wohl eher für etwas Ältere interessant werden.

Fazit

Für mich, der ich bisher meinen Kindern und Enkeln eher etwas vorgelesen habe, ist diese Möglichkeit der Ergänzung des Bilderbuches durch Technik sehr interessant. Ich beobachte aber, dass die Kinder den pädagogischen Hintergedanken schnell durchschaut haben und die Welt lieber frei und damit kreativer erkunden möchten. Aber als Hilfe für die Zeit bei Oma und Opa sind tiptoi und TING gut geeignet.

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Ein Gedanke zu „tiptoi und TING – Opa testet Lesestifte

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