mBot – Roboter nicht nur für Kids

mbot

Bild Horst Sievert: Bausatz mBot

Mit der Technik von Arduino habe ich bereits einmal gespielt. Jetzt bin ich auf einen kleinen Bausatz für einen Roboter aufmerksam geworden, der den kurzen Namen mBot erhalten hat, für unter 80 €  bei Exp-Tech angeboten wird und ein pädagogisches Spielzeug sein soll. Das alles lockt einen Opa zum Spielen – sicher auch mit den Enkeln ;=).

Bausatz

Der Bausatz für den mBot enthält einen stabilen Alurahmen, auf den sich die weiteren Bauteile relativ schnell montieren lassen. Da keine besonderen handwerklichen Künste erforderlichIch sind, habe es in 20 min geschafft und auch für 10- bis 12-Jährige dürfte es keine Probleme geben.

Die Hauptplatine mCore ist mit Arduino kompatibel und hat Anschlüsse für 2 Motoren und die Stromversorgung. Fest verbaut sind mehrere LED, ein Taster, ein Mini-Lautsprecher, ein Lichtsensor und IR-Sender und -empfänger. Alle weiteren Module werden über 4 RJ25-Ports angeschlossen, d.h. auch der sogenannte Line-Follower und der Ultasonic-Sensor. Ersterer hilft z.B. beim automatischen Fahren auf einer schwarzen Linie. Dafür wird eine gedruckte Achterbahn mitgeliefert. Mit dem zweiten Sensor lässt sich beim Fahren z.B. ein Abstand von Hindernissen organisieren.

Neben der Hauptplatine ist eine steckbare Platine für Bluetooth enthalten. Es gibt auch die mBot-Variante 2.4G, die dann eine ebenfalls steckbare WLAN-Platine enthalten soll.

Programm

Nach der Montage muss dem mBot zunächst mitgeteilt werden, dass er ein Roboter ist. Dazu sollte das Programm mBlock auf einen PC bzw. Mac geladen werden. Man installiert dann die Anduino-Treiber und verbindet den mBot über das mitgelieferte USB-Kabel mit PC bzw. Mac. Zunächst wird die Firmware überspielt und dann für die ersten Schritte auch ein vorgegebenes Programm eingespielt.

Wenn man den mBot über PC bzw. Mac mit Bluetooth verbindet, lässt er sich jetzt frei und unabhängig vom USB-Kabel im Raum bewegen. Die Steuerung erfolgt über die mitgelieferte Fernbedienung, die für 3 Möglichkeiten programmiert ist, d.h. man kann (A) über die Cursortasten in alle Richtungen fahren, (B) im Automatikmodus agieren und (C) über den Line-Follower einer schwarzen Linie am Boden folgen. Über die Zifferntasten 1 bis 6 lassen sich dann unterschiedliche Geschwindigkeiten einstellen.

Für die Besitzer eines Smartphones – iOS und Android – dürfte auch eine in den Stores zu erhaltende App interessant sein. Nachdem man das Smartphone über Bluetooth mit dem mBot verbunden hat, kann mit etwas Übung auf alle Funktionen zugegriffen werden. Mir scheint diese Möglichkeit besonders für Wettkämpfe mit mehreren Geräten interessant zu sein.

Die wohl spannendste Möglichkeit bietet aber die eigene Programmierung des mBot. Das Programm mBlock ist an die Programmierung mit Stratch angepasst und  bietet zusätzlich viele Programmbausteine speziell für diesen Roboter. Toll, dass man ein erstelltes und für gut befundenes Programm dann auch zu Arduino, d.h. auf die Hauptplatine mCore, hochladen kann. Der mBot wird dann ein individuell programmiertes Gerät, dass sich über die Fernbedienung steuern lässt.

Fazit

Dieser kleine Roboter, der sich mit etwas Freude am Basteln auch erweitern lässt, hat das Zeug für ein Spielzeug, mit dem der Einstieg in die Programmierung sehr leicht geübt werden kann. Mal sehen, ob die Enkel beim nächsten Ferienbesuch zu motivieren sind,

denkt HoSi.

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4 Gedanken zu „mBot – Roboter nicht nur für Kids

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