Raspberry Pi – Remote Desktop überzeugt

Screenshot Horst Sievert

Screenshot Horst Sievert

Viele Jahre habe ich die techniknahe Spielerei vermieden, doch die Beschäftigung mit dem mBot hat offenbar die Bremsen etwas gelockert. Seit 2 Tagen teste ich einen Raspberry Pi, einen kleinen Mini-Computer also, mit dem u.a. auch in Schulen das Verständnis für die Informationstechnologien geweckt werden soll. Warum nicht auch für Seniorinnen und Senioren?

 Den Anstoß zu diesem Test gab mir – wie schon öfter – meine SLO-Kollegin Uta, die so ein Ding ganz wie vorgesehen über eine USB-Tastatur bedient und zur Ausgabe einen Monitor mit HDMI-Anschluß nutzt. Neben einem Netzteil nutzt sie dann auch noch einen WLAN-Adapter. Wenn man bedenkt, dass das Gehäuse des Mini nur 6 x 10 x 2,5 cm beträgt, ist das für mich doch ein ziemlicher Aufwand. Dabei habe ich doch eine tolle Tastatur und einen schönen Monitor in mein Macbook. Warum den nicht nutzen?

Diese Ausgangssituation hat mich dann auf die Informationen zu Remote Desktop mit Raspberry Pi geführt. Der Autor muss mein Problem schon vor ein paar Jahren gehabt und gelöst haben – und das nicht nur für Windows und Mac, sondern auch für iPad und iPhone. Jetzt habe ich es ausprobiert und konnte vor Anfertigung des obigen Screenshots mit Versuch und Irrtum viel dazulernen. Hier mein Weg:

Raspberry Pi vorbereiten

Der Raspberry kommt „ganz nackig“ ohne Betriebssystem und Firmware daher, denn dazu verlangt er nach einer SD-Karte. Ich habe mir 1) diese beschafft, 2) die Software Raspbian über den Schnellinstaller Noobs auf meinen Mac geladen und entpackt, dann 3) alle Ordner und Dateien über den Finder auf die SD-Karte kopiert.

Die vorinstallierte SD-Karte  wird jetzt in den Raspberry Pi gesteckt und dieser über ein LAN-Kabel mit dem Router verbunden. Sobald die Stromversorgung über ein Smartphone-Netzteil mit Mini-USB angesteckt wird startet der Raspberry Pi. Wenn ich jetzt Monitor und Tastatur angeschlossen hätte, hätte ich das kontrollieren können.

Remote Desktop installieren

Doch zuvor musste ich ja noch besagten Fremdzugang nach dem Remote Desktop Protocol installieren. Die Lösung ging seeehr viel langsamer, als ich hier schreibe. Mit etwas Mühe habe auf dem Macbook die App LanScan installiert und die IP-Adresse meines Raspberry herausgefunden. Dann habe ich die leider auch nicht vorhandene App Microsoft Remote Desktop installiert und musste dann enttäuscht feststellen, dass ein solcher entfernter Desktop noch nicht in meinem Netz vorhanden ist.

Nachdem ich die auf dem Macbook vorhandene App Terminal entdeckt hatte, konnte ich die richtigen Befehle eingeben und war endlich mit dem Raspberry verbunden. Vielleicht hilft der folgende Screenshot:

Terminal, Screenshot Horst Sievert

Terminal, Screenshot Horst Sievert

Jetzt musste nur noch über den Befehl sudo apt-get install xrdp der Remote Desktop installiert werden. Danach hat dann auch das Verbinden von Macbook und Raspberry Pi über Microsoft Remote Desktop geklappt. Und noch besser: Nachdem ich auf dem iPad die App RDesktop installiert habe, gelingt auch vor dort eine Verbindung zum Raspberry Pi.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Knut Welzel bedanken und eventuelle Linux- oder Windows-Fans auf seinen Beitrag Remote Desktop mit Raspberry Pi verweisen.

Viel Spaß beim Spielen – oder mehr? – mit dem Raspberry Pi wünscht
HoSi.

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Ein Gedanke zu „Raspberry Pi – Remote Desktop überzeugt

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