Amazon Echo Dot als Haustelefon

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Echo Dot mit gelbem Anruflicht, Foto HoSi

In diesem Blog habe ich bereit etwas ausführlicher über den Echo Dot als Internetradio berichtet. Jetzt hat mich der Weihnachtsrabatt von Amazon zur Anschaffung eines zweiten Echo Dots verführt. Nicht nur der günstige Preis, sondern auch die Möglichkeit zum Anrufen weiterer Echogeräte interessiert mich. Die Frage ist für mich, ob damit ein komfortabler Kontakt zu einem kranken oder alleinlebenden Senior organisiert werden kann. Welche Möglichkeiten die Kombination von zwei Geräten bietet, ist mir allerdings erst beim Ausprobieren klar geworden.

Anrufen bei Kontakten

Neben dem Echo Dot gibt es z.Z. noch den größeren Echo, den Echo Plus und den Echo Show. Seit ein paar Monaten kann man mit zwei Echogeräten auch telefonieren. Das  bedeutet allerdings, dass nur Gespräche zwischen zwei für unterschiedliche Kontakte angemeldete Echos möglich sind. Da jeder registrierte Nutzer auch die App Alexa installieren muss, kann man natürlich auch von dieser App jeden Kontakt anrufen. Gespräche ins öffentliche Netz sind aber (noch?) nicht möglich!

In der Handhabung sage ich, um meinen Sohn anzurufen, also „Alexa, anrufen bei Stefan Sievert“. Bei mir und bei ihm kreist darauhin ein gelber LED-Lichterkranz um die Geräte und wir können uns unterhalten, egal wo wir uns im Raum mit unserem Echo befinden. Mich erinnert das an die Kommunikation mit Messengern, wie WhatsApp. Dort sind ebenfalls Gespräche zwischen den Nutzern möglich.

Für meinen Test mit den beiden Amazon Echo bedeutet das allerdings, dass ich den zweiten auf den Namen meiner Frau anmelden müsste. Mir reichte als Test ein Anruf bei meinem Sohn und die Erkenntnis, dass ich dort sehr leicht unangemeldet „ins Haus einfallen“ kann, wenn er mich einmal als Kontakt anerkannt hat.

Nachrichten an Kontakte

Mit „Alexa, sende eine Nachricht an Stefan Sievert“ könnte ich den Echo veranlassen, eine solche aufzunehmen und als Text an Stefan zu versenden, was besonders interessant ist, da man nicht so aufdringlich „ins Haus fällt“. Das Gerät fragt nach dem Text, den ich per Sprache eingebe, und versendet diesen automatisch.

Das Eingehen der Nachricht beim Empänger wird durch ein kurzes gelbes Leuchtfeuer am Echo und zusätzlich mit einem blauen Punkt in der App Alexa des Empängers angezeigt. Dieser kann den Text in der App lesen oder hören und am Echo hören, nachdem er „Alexa, spiele meine Nachrichten“ gesagt hat.

Drop in bei Geräten

Die zweite Möglichkeit ist ein Drop in (=Vorbeikommen) bei Geräten, die im selben WLAN angemeldet sind. Damit hat man praktisch ein Haustelefon und kann gezielt einzelne Geräten ansprechen. Mit „Alexa, drop in bei Echo Regine“ löse ich am Echo Dot bei ihr ein gelbes Leuchtfeuer aus und kann sie unmittelbar ansprechen. Ihre Antworten hören ich logischerweise in meinem Echo Dot. Mit „Alexa, auflegen“ kann jeder von uns das Gespräch beenden.

Fazit

Es hat etwas gedauert, bis die beiden Echo Dot so wie beachrieben zusammenarbeiten. Ein paar kleinere Probleme hatten sicher mit meiner Lesefaulheit zu tun, lagen aber auch in der Natur der Sache. So macht es wenig Sinn, ein Gerät mit dem gleichen Namen wie einen Kontakt zu benennen. Da Amazon die Kontakte aus meinem iPhone entnimmt und diese aus Vor- und Zunamen bestehen, habe ich die Geräte mit „Echo Vorname“ versehen. Jetzt gibt es keine Verwechslung mehr.

Ein Problem ist allerdings die persönliche Datensicherheit. Mir ist etwas unwohl bei dem Gedanken, dass Amazon bei mir 7 Tage die Woche für 24 Stunden am Tag mithört und speichert. Ich mache wohl besser Gebrauch von den beiden Sperrmöglichkeiten: So kann zunächst einmal bei jedem Gerät über >Einstellungen ein Zeitplan eingestellt werden, der die Mikrofone abschaltet. Zusätzlich sollten diese bei wichtigen Privatgesprächen über die Mikrofontaste am Gerät abgeschaltet sein.

Als bequeme Lösung für eine Kontaktaufnahme mit einem Kranken oder einem unbeweglichen Senior, der allein leben möchte, wäre der Einsatz eines Echo Dots aber zu überlegen. Ich als denkbarer Betreuer würde das Gerät für den zu Betreuenden einrichten und könnte dann jedezeit über die App meines iPhones oder meinen eigenen Echo Dot kommunizieren.

Vielleicht berichtet ja einmal jemand als Kommentar über seine Erfahrungen mit einem Amazon Echo, denkt HoSi.

 

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